Kostenloses Choirspace-Tool
MuseScore-Plug-ins
Viele Chorleitungen schreiben in MuseScore statt in Sibelius – hier ist deshalb das MuseScore-Gegenstück zu unserem Taktkarten-Plug-in: ein kleines QML-Plug-in, das MuseScores eigene Tempo-Map ausliest und daraus eine Measure-to-Time-Map für die Choirspace App schreibt. Es liest die Partitur ausschließlich – ein Lauf kann eure Datei weder verändern noch als geändert markieren. Darunter folgt ein zweites Werkzeug für dieselben MuseScore-Partituren: ein Begleitskript, das Übe-Audio je Stimme exportiert, so wie es unser Sibelius-Plug-in heute schon tut.
Die Plug-in- und Skript-Dateien findet ihr im Admin-Bereich der Choirspace App zum Download.
Plug-in 1
Choirspace Export Measure Playback Map
Anwendbar auf jede geöffnete Partitur, um eine Measure-to-Time-Map zu exportieren: eine Zeile je Wiedergabe-Ereignis, mit Start, Ende und Dauer (in Sekunden) jedes Takts sowie interner und angezeigter Taktnummer und einem Wiederholungszähler. Das Timing wird nicht aus Notenwerten geschätzt, sondern über den Plug-in-Cursor aus MuseScores eigener Tempo-Map gelesen – Tempowechsel und Taktartwechsel landen also dort, wo MuseScore sie tatsächlich abspielt, und Wiederholungen, Volten sowie D.C./D.S.-Sprünge werden automatisch aufgelöst.
Warum es Choirspace-Nutzer:innen hilft
Es liefert dieselbe Art von Map wie der Measure Map Generator der Website, aber ohne Export-Umweg: kein MIDI- oder MusicXML-Zwischenschritt, kein Raten bei Tempo-Standardwerten. Wenn ihr eure Noten in MuseScore pflegt, ist das der kürzeste Weg von der fertigen Partitur zu einer Measure Map, die zu euren Playback-Aufnahmen passt – Audio in Choirspace hochladen, Map dazu, und der Chor kann jede Passage taktgenau loopen.
Begleitskript
Choirspace Export Voice Practice Audio
Ein kleines Python-Skript, das eine Übe-Datei je Stimme (solo, mit hörbarem Klavier) sowie einen vollen Mix aus einer MuseScore-4-Partitur erzeugt – dieselbe Art Ausgabe wie das Sibelius-Plug-in oben, für MuseScore-Nutzer:innen. Bewusst ein Skript statt eines MuseScore-Plug-ins: MuseScores Plug-in-API kann exportiertes Audio nicht zuverlässig stummschalten; das Skript passt stattdessen die internen Mix-Einstellungen der Partitur direkt an und rendert über MuseScores eigenen Kommandozeilen-Export, ohne eure Original-Datei anzurühren.
Warum es Choirspace-Nutzer:innen hilft
Das ist genau das Audio, mit dem Chormitglieder in Choirspace üben: ein sauberes Playback der eigenen Stimme mit hörbarem Klavier darunter, passend Takt für Takt zur Measure Map des Plug-ins oben. Benötigt werden Python 3.8+ und MuseScore Studio 4, ohne zusätzliche Pakete über Pythons Standardbibliothek hinaus.
Das Plug-in in MuseScore Studio installieren
- Die
.qml-Datei in euren MuseScore-Plugins-Ordner kopieren. Den genauen Ort zeigt MuseScore unter Einstellungen → Ordner → Plugins an; Standard ist Dokumente/MuseScore4/Plugins (MuseScore Studio 4) bzw. Dokumente/MuseScore3/Plugins (MuseScore 3). - MuseScore neu starten, Plugins → Plugins verwalten öffnen, „Export Measure Playback Map“ aktivieren und bestätigen.
- Partitur öffnen und das Plug-in über Plugins → Choirspace → Export Measure Playback Map starten. In Versionen ohne Plug-in-Untermenüs erscheint es direkt im Plugins-Menü als „Export Measure Playback Map“.
Das Plug-in liegt als reiner QML-Quelltext vor – ihr könnt es also gerne öffnen und anpassen, etwa den Ausgabeordner oder die Zahlenformatierung. Es ist gegen die MuseScore-3.0-Plug-in-API geschrieben und läuft sowohl auf MuseScore Studio 4 als auch auf MuseScore 3.